2017 – ein Jahr voller Höhen und Tiefen

Passend zum Jahresende wollte ich euch mal einen Überblick darüber geben, was sich bei mir in den letzten 12 Monaten so alles verändert hat. Vorab: es war glaube ich das ereignisreichste Jahr, an das ich mich erinnern kann.

Erst einmal zum Thema Social Media

Gestartet sind wir in das Jahr mit weniger als 5k auf Instagram und sehr unregelmäßigen Postings, weil ich Instagram absolut nicht ernst genommen habe und es einfach nur nebenbei lief. Ich hatte zu dem Zeitpunkt nicht einmal einen Gedanken daran verschwendet, was daraus werden könnte, geschweige denn, dass ich damit irgendwann mal Geld verdienen könnte oder sich Menschen durch mich beeinflussen lassen. Mittlerweile sind es 45.000 Menschen, die sich für meinen alltäglichen Wahnsinn interessieren und hoffentlich die ein oder andere Motivation in jeglicher Hinsicht mitnehmen können. Durch Instagram haben sich mir dieses Jahr wahnsinnig viele Möglichkeiten geboten. Ich bin in dem Jahr mehr gereist als in den 19 Jahren davor, hatte meine ersten Kooperationen bis hin zu festen Kooperationspartnern, war auf ersten Events und durfte vor allem wahnsinnig liebe Menschen kennenlernen, wovon ich eine sogar mittlerweile zu meinen engsten Freundinnen zählen darf.  

Ein paar Menschen, die ich dank Instagram kennenlernen durfte:

 

Ein paar Impressionen von Events:

Das ganze hat sehr viele schöne Seiten, man lernt einen gewissen Luxus kennen, den man sich sonst als Student nicht leisten könnte. Seien es Hotels, die Sneaker,die man sich schon ewig gewünscht hat oder mal eben für einen Tag irgendwo hinzufliegen. Dafür bin ich einfach nur wahnsinnig dankbar. Aber genauso fällt man mal auf die Nase, lernt falsche Menschen kennen, andere melden sich wieder, die früher nichts von einem wissen wollten, wieder andere distanzieren sich von einem. Das sind alles Dinge, mit denen man lernen muss umzugehen und das war sicherlich mit eine der größten Herausforderungen für mich dieses Jahr.

Aber auch unabhängig von Instagram hatte das Jahr Höhen und Tiefen, vor allem im sportlichen Bereich.

Anfang des Jahres hing ich noch mitten in meiner 3 monatiger Laufpause aufgrund meines Patellaspitzsyndroms. Damit hatte sich der geplante Halbmarathon in Berlin für mich erledigt und mein erster offizieller Lauf musste bis zum Frankfurt Marathon warten. Wahnsinnig deprimiert fing ich nach der Pause wieder an zu laufen und hatte keinen blassen Schimmer wie ich es geschafft hatte 18km zu laufen. Zu dem Zeitpunkt war meine Motivation ungefähr bei 0 aber Dank großer Unterstützung von allen Seiten konnte ich den Spaß am Laufen wiederfinden und das Jahr ohne weitere große Laufpausen beenden. Ende Oktober war es dann endlich soweit, ich konnte mit der Staffel von #werunfrankfurt beim Frankfurt Marathon über die 13,5km an den Start gehen und ab dem Moment war klar: Nächstes Jahr müssen mehr Läufe in den Kalender geschrieben werden! Das Wochenende hat mir nochmal gezeigt wie toll dieser Sport einfach sein kann und vor allem wie schön es ist ihn mit anderen zu teilen. Das absolute Highlight war für mich allerdings, dass mein Papa den Weg auf sich genommen hat nur um mich anzufeuern und das ganze noch ohne, dass ich davon wusste.

Im Laufe des Jahres habe ich definitiv gelernt wie wichtig Regeneration und Stretching sind. Das habe ich so oft vernachlässigt,weil ich es als absolut irrelevant empfunden habe. Eigentlich hätte ich es besser wissen sollen, aber hinterher ist man immer schlauer. Nachdem ich bei einem Event dann das erste Mal Yoga ausprobiert habe und feststellen musste wie wenig ich meinen Körper kenne und wie ungelenkig ich bin stand für mich fest, dass sich das ändern muss. Definitiv ein Ziel für 2018.

Der erste Yogaversuch

Zu Beginn des Jahres lag der Fokus durch die Laufpause definitiv auf dem Krafttraining, wodurch ich endlich meinen ersten Klimmzug geschafft habe. Das war im Bezug auf das Krafttraining dieses Jahr auch so ungefähr das einzige Highlight, denn ansonsten war es war es ein wahres Auf und Ab, von 6 Einheiten pro Woche bis zu keiner war alles dabei. 

Das Ganze hat sich auch definitiv bei meinem Gewicht bemerkbar gemacht. Auch wenn ich kein Freund der Zahl auf der Waage bin, stelle ich mich ab und zu drauf. Über das Jahr gesehen war dort eine Differenz von insgesamt 10Kg zu sehen, was teilweise wirklich nicht mehr schön war und nächstes Jahr definitiv besser laufen soll.

Mein Minimalgewicht mit 50 kg, absolut nicht vorbildlich

Unterm Strich bin ich aber momentan zufrieden, habe nie nur faul auf de Couch gelegen, habe meine Ziele für das nächste Jahr im Blick und das sollte das wichtigste sein.

Wie sah es mit Reisen aus?

Mein absolutes Highlight kam direkt zu Beginn des Jahres: 10 Tage Urlaub in der Dominikanischen Republik. Das ganze konnte man nicht in Fotos festhalten, es war einfach ein wahres Paradies. Vom Hotel, über den Strand, über die Freundlichkeit der Menschen, einfach das Gesamtpaket war ein Traum.

 

Dort habe ich meine Liebe für Fernreisen entdeckt und hoffe im nächsten Jahr wieder eine auf der Liste zu haben. Amerika wäre ein Traum aber mal sehen was möglich ist.

Für den 2. Sommerurlaub ging es nach Fuerteventura und den Urlaub habe ich voll und ganz genutzt um mich von dem Physikumsstress zu erholen. Sport,Essen, Sonnen und unzählige Spaziergänge waren an der Tagesordnung und das war genau das, was ich nach den harten Wochen zuvor brauchte.

Meinen Blogeintrag zum Thema Sport und Ernährung im Urlaub findet ihr hier.

Zweimal ging es dieses Jahr für mich an die Ostsee, das versuche ich mittlerweile jedes Jahr einzubauen, denn mein Pferd steht nun seit 2 Jahren dort an der See und es ist immer wieder schön zu sehen wie es ihm geht und wie glücklich er dort ist. Das ist der einzige Urlaub im Jahr, den ich auf jeden Fall mit dem Hund mache und es ist kaum zu glauben aber das gibt mir wahnsinnig viel den Kleinen am Strand spielen zu sehen und zu sehen wie glücklich er am Meer ist. Mittlerweile ist der Urlaub für mich mindestens genauso erholsam wie ein Strandurlaub.

Ansonsten standen noch mehrere Städtetrips wie zb Hamburg, 2x Frankfurt, unzählige Male Berlin auf der Liste. Egal ob für Events, als Urlaub, für meinen ersten offiziellen Lauf oder nur um Freunde zu besuchen.
Eine relativ große Herausforderung war dieses Jahr für mich mal alleine zu reisen. Das kannte ich zuvor absolut nicht, es war immer jemand dabei und auf einmal steht man ganz alleine am Flughafen. Das Problem war nicht, dass ich alleine Probleme habe mich zurechtzufinden sondern eher ein mulmiges Gefühl so ganz alleine unterwegs zu sein.

Auf jeden Fall kann ich sagen, dass jede Reise definitiv eine Bereicherung war, egal ob allein oder in Begleitung und man wächst ja bekanntlich mit seinen Aufgaben.

Ein riesen Meilenstein – das beschreibt mein Studium in 2017 am besten

Im Bereich des Studiums hatte das Jahr es wirklich in sich. Das erste Staatsexamen, auch liebevoll Physikum genannt ,stand auf dem Plan und das war bisher für mich die allergrößte Herausforderung. 6 Wochen Tag für Tag lernen, ein Pensum von 2 Jahren in den Kopf bekommen, eine Mandelentzündung, jede Menge Tränen und Zweifel und am Ende definitiv nicht das gewünschte Resultat. Das beschreibt die Zeit ganz gut. Natürlich habe ich bestanden, nur leider nicht mit der Note, die ich mir gewünscht hatte. Erst war es ein Weltuntergang für mich aber im Nachhinein würde ich es für nichts auf der Welt nochmal machen und bin froh, dass es vorbei ist. Ich glaube jeder, der es selbst hinter sich hat weiß wie schrecklich diese Wochen sind und man kann es für Außenstehende auch gar nicht so recht beschreiben.

Nun darf ich mich glücklich schätzen im klinischen Abschnitt zu studieren, erste Patientenkontakte zu haben, ab und zu mal eine Untersuchung durchzuführen und endlich mal das Gefühl zu erleben wofür man das alles gemacht hat.

Nun noch zu mir als Mensch, was hat sich da verändert?

Ich war immer ein sehr introvertierter Mensch mit einem wahnsinnig geringem Selbstbewusstsein. Sobald ich fremden Menschen begegnet bin konnte man meinem Gesichtsausdruck eine Gewisse Arroganz entnehmen damit mich niemand anspricht. Meine Spontanität lag ungefähr bei 0 und ich habe am liebsten meine Abende auf der Couch verbracht. In der Schule immer als Mitläufer und graues Mäuschen betitelt hatte ich es oft nicht leicht.
Mittlerweile beschreibt mich das absolut nicht mehr. Ich habe nach einem Jahr einen Freund wiedergetroffen und seine Worte waren: Wow, du hast dich aber extrem verändert. Vom grauen introvertierten Mäuschen ohne Selbstbewusstsein zu einer Extrovertierten Frau.
Dieser Satz hat mich selber nochmal zum nachdenken gebracht und die Veränderung war mir in dem Ausmaß gar nicht so bewusst. Schaut man sich aber alleine Fotos von vor 1 Jahr an sieht man dort eine ganz andere Person. Ich habe in diesem Jahr auch ein ganz anderes Selbstempfinden erlangt. Mittlerweile fühle ich mich stark genug mich manchen Dingen zu stellen, vor denen ich früher weggelaufen wäre und gehe gerne offen auf Menschen zu knüpfe neue Kontakte und vor allem habe ich endlich etwas an Selbstbewusstsein gewonnen. Über diese Entwicklung bin ich einfach nur froh und wünsche mir nicht mehr in das Alte Muster zu verfallen.

Zuletzt möchte ich noch die glaube ich meist gestellte Frage anreißen und zwar was war in den letzten 2 Monaten los bei mir?

Ich halte mich da kurz, weil es meiner Meinung nach Dinge gibt, die nichts auf Social Media zu suchen haben. Auf jeden Fall hat sich vieles verändert, Menschen sind wieder in mein Leben getreten, aber genauso auch gegangen. Ich habe viele traurige und nachdenkliche Stunden verbracht, die ich nicht teilen wollte. Gelernt, dass man Menschen nicht unbedingt kennt, auch wenn man meint sie zu kennen. Habe oft an mir gezweifelt, ob bei gewissen Ereignissen die Schuld bei mir lag, Entscheidungen getroffen, die absolut nicht einfach waren und es gibt Dinge, die verarbeitet man nicht von heute auf morgen und ich habe den Fehler gemacht mich nicht direkt damit zu beschäftigen sondern alles zu verdrängen und mich abzulenken mit der Renovierung der Wohnung, Events und sonstigem.
Nun habe ich mir aber die Zeit genommen, lerne langsam mit der neuen Situation umzugehen und bin optimistisch, dass ich bald wieder der positive Mensch von vor ein paar Monaten bin.

Für 2018 stehen auf jeden Fall einige Projekte auf dem Plan und ich freue mich wirklich auf alles was kommt. Sowohl auf die schönen als auch die schlechten Tage, denn genau die machen uns zu dem, der wir sind.
Ich wünsche euch allen einen guten Rutsch in das neue Jahr und nehmt euch einfach mal die Zeit und überlegt wofür ihr 2017 wirklich dankbar wart.

Ich habe euch noch ein paar Bilder angehangen, die es nicht auf Instagram geschafft haben aber meine Person nochmal aus einer ganz anderen Perspektive zeigen. Z.B wenn ich noch unbedingt Fotos brauchte und keine Lust mehr hatte oder meine dollen 5 Minuten hatte.

Comments: 2

  1. Ecki A. says:

    Toller Blog. Habe dich auf ne neue Art kennengelernt. Auf Instagram oft schon zu kommerziell (ich hab aber Verständnis dafür) ist das hier toll persönlich. Ich freue mich mit dir, dass 2017 für dich so erfolgreich war und wünsche dir weiter viel Erfolg in 2018. Und ich lese gerne von dir.

  2. Jenny says:

    Wundervoll geschrieben meine Liebe. Bin unglaublich happy, dass wir uns im Mai persönlich kennengelernt haben. ❤️